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Die innere Kritikerin – kennst du diese Denkmuster?

4. Sept.
3 Min. Lesezeit

Du warst laufen und überlegst hinterher, ob du dir die Schokolade jetzt "verdient" hast. Du checkst abends im Kopf, ob der Tag "gut" war. Falls nicht, planst du für morgen schon den Ausgleich. Oder du hattest einfach keine Lust zu kochen, hörst die Stimme "das hättest du vorbereiten können" und bestellst aus Trotz und Unzufriedenheit erst recht Pizza.


Falls dir eine dieser Situationen bekannt vorkommt: Das ist deine innere Kritikerin. Und du bist damit nicht allein. Jeder Mensch hat so eine innere, kritische Stimme. Bei manchen ist sie lauter, bei manchen leiser. Doch es lohnt sich immer hinzuhören.


Warum ist diese Stimme überhaupt da?

Die innere Kritikerin ist nicht böswillig entstanden. Ursprünglich wollte sie dich schützen: vor Ablehnung, vor Fehlern, vor dem Gefühl, nicht dazuzugehören. Sie sollte dir Orientierung geben, dich "auf Kurs" halten. Denn wir leben in einer Welt, in der Frauen sehr genau beigebracht wird, wie sie auszusehen und zu essen haben.


Das Problem ist nicht, dass es diese Stimme gibt. Das Problem ist, dass ihre Regeln oft von außen übernommen wurden, zum Beispiel von einer Diät, einem Magazin, einer beiläufigen Bemerkung vor zehn Jahren. Doch diese Regeln passen oft nicht zu dir. Diese Regeln helfen dir nicht wirklich bei dem, was du eigentlich tun und erreichen willst. Trotzdem folgst du der Stimme oft automatisch, als wäre sie eine zuverlässige Quelle.


Was die innere Kritikerin sagt...

... ist natürlich individuell! Denn was sie sagt hängt von deinen Erfahrungen, Werten und vielem mehr ab. Hier habe ich Beispiele für dich, die dir trotzdem möglicherweise sehr bekannt vorkommen. Eins gemeinsam haben alle Beispiele: Die Kritikerin urteilt, und du richtest dich danach. Ohne es großartig zu hinterfragen.


Das Verdienen. Du warst sportlich aktiv, hast auf etwas verzichtet, hast die gesunde Option im Restaurant bestellt. Als Belohnung "darfst" du dir etwas gönnen. Als wäre Essen etwas, das man sich erarbeiten muss, und nicht etwas, das dir einfach zusteht.


Das Ausgleichen. Du gehst abends im Kopf durch, was du tagsüber gegessen hast – Gemüse, ja, Kuchen, nein. Je nachdem, wie die Bilanz ausfällt, planst du den nächsten Tag als Wiedergutmachung. Selbst wenn die Bilanz "gut" ausfällt, ist das Gefühl danach oft nicht Zufriedenheit, sondern Erleichterung, dass du "bestanden" hast.


Wie wir auf die innere Kritikerin reagieren: der Trotz

Wenn du damit beginnst, die Stimme der inneren Kritikerin bewusst zu hören, dann kann sich schon viel verändern. Mindestens genauso spannend ist es jedoch, wenn du auf deine eigene Reaktion achtest.


Denn manchmal machst du vielleicht genau das Gegenteil von dem, was die Kritikerin gerade von dir verlangt. Du bestellst Pizza, obwohl die Kritikerin Salat vorgeschlagen hätte. Das fühlt sich in dem Moment nach Freiheit an.


Ist es aber meistens nicht. Denn der Trotz ist eine Reaktion auf die Kritikerin. Du entscheidest nicht wirklich aus dir selbst heraus, was du gerade willst. Du entscheidest gegen sie. Und das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied: Echte Freiheit heißt nicht, der Stimme zu widersprechen. Sie heißt, sie gar nicht erst zu fragen.


Der Unterschied, der zählt

Es gibt also eigentlich drei mögliche Reaktionen auf die innere Kritikerin: ihr folgen, gegen sie rebellieren .... oder sie gar nicht mehr um Erlaubnis bitten. Nur die dritte Option ist tatsächlich eine eigene Entscheidung. Die ersten beiden lassen die Kritikerin weiterhin die Regie führen, nur mit unterschiedlichem Vorzeichen.


Genau darum geht es bei Lagoma: nicht darum, der Kritikerin eine bessere Antwort zu geben. Sondern darum, wieder zu wissen, was du eigentlich willst, bevor sie überhaupt zu Wort kommt.


🎁 Die innere Kritikerin meldet sich übrigens besonders gern in den Momenten, in denen du keine Zeit oder Energie hast, dir selbst etwas Gutes zu kochen – genau dann findet sie die meiste Angriffsfläche. Für genau diese Momente hab ich 3 schnelle Essensideen zusammengestellt, die du dir über den Newsletter holen kannst. Damit die Kritikerin an stressigen Abenden erst gar keine Angriffsfläche findet.


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